Wege entstehen beim Gehen Teil 2

Seit einiger Zeit fülle ich diese Weisheit mit einer neuen Erfahrung. Motiviert durch einen Hunger nach mehr Bewegung und Natur um mich herum, habe ich in letzter Zeit immer wieder Gesprächspartnerinnen und -partner eingeladen, mit mir im Wortsinne ein Stück Weg zu gehen. Es waren intensive Gespräche, die da stattgefunden haben. Gespräche, die betroffen haben, Gespräche, die etwas in Bewegung gebracht haben. Statt in ein Büro oder einen Besprechungsraum zu sitzen, sind wir durch den Wald gegangen, haben uns auf einen zuvor nicht festgelegten Weg eingelassen, der mal steinig war, mal nur … Weiterlesen

Wege entstehen beim Gehen Teil 1

Dieses Zitat, das dem spanischen Dichters und Philosophen Antonio Machados zugeschrieben wird,  ist mir seit vielen Jahren Motto und Antriebsfeder, nicht stehen zu bleiben und Veränderung zuzulassen.
Change, Wandel, Veränderungsmanagement…. gerade in der Krise war davon sehr viel die Rede. Und dabei ging es nicht nur um organisationalen Wandel, der die Wettbewerbsfähigkeit wieder herstellen oder weiterhin gewährleisten sollte. Um den auch, aber es ging auch um die Veränderungsbereitschaft des Einzelnden, um die Einsicht, dass wir uns öffnen müssen für neue Erfahrungen. Denn wie soll organisationaler Wandel stattfinden, wenn diejenigen, die ihn als Führungskräfte initiieren oder als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittragen sollen, … Weiterlesen

Von der Vereinfachung

In den letzten Tagen bin ich mal wieder über das eine oder andere Persönlichkeitsmodell à la DISG etc. gestoßen. Nichts gegen Modelle, die uns die Welt und auch die Menschen erklären helfen. Wenn wir etwas verstehen wollen, dann ist es oft wichtig, Komplexität zu reduzieren und Kategorien zu bilden, durch die wir dieses Verstehen erst möglich machen. Ein Problem habe ich allerdings dann, wenn ich den Eindruck bekomme, die Modelle sollen weniger eine Hilfestellung sein, etwas sehr komplexes zu verstehen, sondern vielmehr eine Schablone, durch die die Komplexität im wahrsten Sinne reduziert werden soll. Schublade auf – Mensch rein – … Weiterlesen

Neue AOK-Studie schreckt auf – wieso eigentlich?

Freitag früh war es in allen Nachrichten: Stress macht immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krank. Die Zahl der durch psychische Erkrankungen bedingten Arbeitsausfälle erreicht einen Höchststand. Der neue Fehlzeiten-Report, der die Daten von 9,7 Mio. versicherten Erwerbstätigen auswertet, belegt und liefert sozusagen den objektiven Beweis für das, was viele schon lange am eigenen Leibe erfahren: Die Arbeit verdichtet sich immer stärker und immer mehr Aufgaben müssen von immer weniger Menschen erledigt werden. Wenn zum Zeitdruck dann auch noch die erwartete Gratifikation ausbleibt – finanziell oder auch durch Wertschätzung und Anerkennung auf emotionaler Ebene, oder wenn sogar Angst geschürt wird um den Arbeitsplatz, dann löst das Stress aus – Weiterlesen

Vom katastrophisierenden Denken

In meinen Trainings zum Stress- und Selbstmanagement erlebe ich immer wieder die gleiche Situation:
Mir sitzt ein Mensch gegenüber, der oder die spielt in diesem Fall keine Rolle, da ich noch keine Geschlechtsunterschiede feststellen konnte. Dieser Mensch erzählt mir im weitesten Sinne von einer Konfliktsituation, in der er sich befindet. Ebenso vorausschauend wie wir alle sind, antizipiert unser Mensch alle möglichen Konsequenzen – und hakt zielsicher ein beim größtmöglich anzunehmenden SuperGAU, bei der Katastrophe, die eintreten könnte, die passiv, hilflos und manchmal auch depressiv macht, auf jeden Fall sprachlos, so groß ist sie, dass sie nicht beschrieben werden kann – und die erfahrungsgemäß emotional ein echter Weltuntergang ist… Weiterlesen

3. Unternehmenstag in Herrenberg

Nun sind es noch 8 Tage, bis er endlich stattfindet, der 3. Unternehmenstag in Herrenberg, für dessen Vorbereitung und inhaltlicher Ausgestaltung ich mich seit fast einem Jahr engagiere.
Vor kurzem war ich bei einem kleinen Workshop zum Thema „Vom Netzwerken zum Teamworken“. Ein spannender Abend, der nochmals die Unterschiede zwischen Netzwerken und Teams deutlich gemacht hat.
Im Zusammenhang mit dem Unternehmenstag fällt mir das ein, weil ich dort genau diesen Prozess in vivo beobachten konnte. Weiterlesen

Warum ein Blog?

Nun bin ich also unter die BloggerInnen gegangen. Warum nur, werden sich manche fragen. Hat sie zuviel Zeit, ein besonderes Geltungsbedürfnis, oder was ist der Sinn des Ganzen.
Nun, ich stand immer wieder vor der Frage, mit welchem Medium ich Sie als Interessierte erreichen kann. Wie ich Neuigkeiten, Tipps aus meinem Traineralltag, oder sonst welche Gedanken an den Mann und die Frau bringen kann.
Ich selbst komme immer wieder in die Situation, mir Newsletter zusenden zu lassen, weil ich nicht so richtig weiß, ob ihr Informationsgehalt meinen Bedürfnissen entspricht. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Newsletter jedoch nicht so wichtig und in den wenigsten Fällen gehaltvoll, Weiterlesen

Ethisches

Heute hat es wohl geklappt, das Bohrloch im Golf von Mexiko wenigstens etwas zu schließen, so ist zumindest zu hoffen. Wie viele Millionen Liter Öl ins Meer gesprudelt sind, werden wir wohl niemals wirklich erfahren. Welches Ausmaß die Katastrophe angenommen hat und noch annehmen wird, können wir angesichts der Bilder nur erahnen.
Nicht zuletzt dieses Ereignis hat mir mal wieder den Sinn der Disziplin der Technikfolgenabschätzung vor Augen geführt. Weiterlesen

…nach

In diesem Falle weder strukturiert noch zielorientiert. Im Gegenteil: Ich lasse die Gedanken frei, um assoziativ, reflexiv, manchmal auch nach rückwärts gewandt die Ereignisse der Zeit zu verstehen, ihnen auf die Schliche zu kommen, um sie auch mal zu bewerten, mich aufzuregen, respektlos zu sein, wenn es notwendig ist, um der Wahrheit – zugegeben meiner Wahrheit – Genüge zu tun.
Nachdenken, manchmal scheint mir, das geschieht seltener im menschlichen Gehirn als nur noch durch Berechnungen unserer ausgelagerter Superhirne – den Computern.
Nachdenken, um aus dem, was wir an Erfahrungen machen auch wirklich zu lernen, um nicht Getriebene der Umstände zu sein.
Nachdenken, um … Weiterlesen

Die Schäferin

Schäfer, lat. pastor, Schäferin  – ich bin schließlich eine Frau – ital. pastorella. Letzteres auch das Feminin einer aufständischen Gruppe im Mittelalter, von deren Ideologie ich mich ausdrücklich abgrenze, deren Leidenschaft und Radikalität, mit der sie für ihre Sache kämpften, mir Vorbild ist. In der Kirchenmusik bezeichnet Pastorella das Weihnachtslied.
Für mich schlägt es die Brücke zu meiner theologischen Existenz, die ich zwar nicht im geistlichen Amt auslebe, die mir aber trotzdem viel bedeutet. Weniger im Sinne der frommen Alltagspraxis sondern mehr noch als Richtschnur meines Handelns, zur Disziplinierung im Denken und Reden, als Korrektiv. Dann aber erinnert diese Existenz immer … Weiterlesen

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